Juri Zurkan
Juri Zurkan studierte Malerei an der Kunsthochschule in Odessa und war danach als Kunstpädagoge tätig. 1988 verließ er mit seiner Familie die Sowjetunion und verbrachte etwa ein Jahr in Wien. 1989 kam er schließlich nach Berlin, wo er seither als freier Künstler lebt. Die Bilder von Juri Zurkan wurden auf Kunstmessen in Paris, Dresden und Cannes sowie im Castello di Galeazza in Bologna gezeigt. 2005 waren sie in Odessa im Museum für West-Östliche ausgestellt. In der Jüdischen Galerie ist der Maler seit 1993 mit Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten.
Seit etwa fünf Jahren hat sich die Palette Juri Zurkans aufgehellt. Statt der erdigen Naturfarben vor dunklem Hintergrund findet man nun kräftige und hellere Farbtöne. Die Oberfläche der materiellen Erscheinungen auf den Bildern von Juri Zurkan ist von Licht durchdrungen, welches durch die Materie durchzuschimmern scheint. Dieses Licht lässt alles von Innen heraus strahlen. Stilistisch knüpft er an die Kunst russischer Ikonenmalerei an. Auch malt er mit dem Wissen der Meister der Renaissance: Fr Angelico, Piero della Francesca, Sandro Botticelli und Domenico Ghirlandaio. In den letzten Bildern tauchen Perspektivzeichnungen auf, die an Leonardo da Vincis Vorbereitungsskizzen und Studien für seine Gemälde erinnern.
In Juri Zurkans Malerei ist vieles bewusst fragmentiert. Antlitze werden manchmal nicht ausgemalt, stattdessen finden wir weiß ovale Flächen vor. Körper und Gewandfalten sind nur teilweise auf den Malgrund aufgetragen. Dabei wirken die Bilder nie unfertig. Die formalen Andeutungen und skizzenhaft flüchtigen Momente verleihen dem Ganzen eine Offenheit, ja Undeutlichkeit, die zum wesenhaften Bestandteil des Gesamteindrucks wird. Die Ruhe und Hingabe, die verhaltene Melancholie und der langsame Rhythmus, welche die Atmosphäre der Bilder bestimmt, ist unserer schnelllebigen und lauten Zeit abhanden gekommen. Vielleicht sind deshalb auch Maler wie Juri Zurkan so selten geworden, die uns solche Räume noch erschließen können.
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In Odessa geboren
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Abschluss an der Kunsthochschule,
Odessa
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Kunstpädagoge in Odessa
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Erstmals Ausstellung eigener Werke
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Ausreise aus der Sowjetunion nach Wien
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Freiberuflicher Künstler in Berlin
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Auszug an Einzelausstellungen
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Digital Equipment GmbH,
Berlin
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Kirchliches Zentrum im Krankenhaus
Moabit, Berlin
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Jüdische Galerie Berlin &
Jüdische Gemeinde zu Berlin
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Kunstsalon im Seifenhaus, Berlin
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Jüdische Galerie , Berlin
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Art 69, Berlin
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Jüdische Galerie, Berlin &
Castello di Galeazza, Bologna, Italien
&”Sehnsucht”
Galerie am Arkonaplatz, Berlin
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Museum Synagoge Gröbzig
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Studio im Hochhaus, Berlin
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Jüdische Galerie, Berlin
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Foto © 2008 by Josef Fischnaller
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